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Revolutionäre Patient:innenversorgung bei Sanofi: Der Einfluss von KI auf die pharmazeutische Transformationsreise

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Die Pharmaindustrie steht vor einer tiefgreifenden Transformation. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf der Beschleunigung von Forschung und Entwicklung. Vielmehr geht es darum, die Patient:innenversorgung grundlegend zu verbessern. In diesem Kontext hat sich Sanofi als Vorreiter in der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI), Biotechnologie und Robotik etabliert. Das Unternehmen mit Sitz in Paris verfolgt seit Jahren das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse mit technologischen Innovationen zu verbinden, um genauere und zugänglichere Behandlungen sowie Impfstoffe zu entwickeln.

Vor kurzem hat Sanofi die Anwendung von KI in der Gesundheitsversorgung intensiviert. Lara Carreter, Leiterin der Transformation in Iberien, beschreibt die laufende Transformation als mehrdimensional. Es geht nicht nur um neue digitale Werkzeuge, sondern um eine ganzheitliche Veränderung, die Wissenschaft und Technologie in den gesamten Wertschöpfungsprozess einbezieht. „Unser Anspruch ist es, die erste biopharmazeutische Firma zu sein, die KI in großem Maßstab einführt, um einen direkten und greifbaren Nutzen für die Patient:innen zu schaffen“, sagt sie.

Die Wurzeln der Transformation

Sanofis digitale Transformation ist ein fortlaufender Prozess, der mit der Notwendigkeit begann, die eigene Forschungsweise anzupassen. Ziel war es, therapeutische Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen einer zunehmend vernetzten und datengestützten Welt gerecht werden. Im Jahr 2022 wurde der Digital Accelerator ins Leben gerufen. Dieses Programm zielt darauf ab, disruptive Technologien wie KI schnell und nachhaltig in allen Unternehmensbereichen zu implementieren, von der Forschung und Entwicklung bis hin zu den Geschäftsprozessen.

Obwohl die Vision klar ist — die Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Talenten zur Verbesserung der Lebensqualität von Patient:innen — bringt die Umsetzung Herausforderungen mit sich. „Die größten Herausforderungen liegen oftmals im persönlichen Bereich und nicht in der Technik“, erklärt Alex Pérez, Kommunikationsleiter bei Sanofi Iberia. Der Übergang von einem siloartigen Arbeiten zu einem vernetzten Denkansatz erfordert ein Umdenken. Das Unternehmen fördert bewusst eine Kultur, die auf Innovation und Lernen aus schnellen Fehlern basiert.

Die Technologie allein kann nichts transformieren. Es ist die Art und Weise, wie Menschen diese Technologie einsetzen, die den entscheidenden Unterschied macht. Der kulturelle Wandel innerhalb des Unternehmens hat sich als Schlüssel zur erfolgreichen Integration von KI erwiesen.

Technologische Grundlage und strategische Säulen

Sanofis technologischer Ansatz fußt auf drei fundamentalen Säulen. Zunächst wird eine globale, sichere und skalierbare digitale Infrastruktur geschaffen, die es dem Unternehmen erlaubt, in über 100 Ländern in Echtzeit zu operieren. Diese Basis bildet die Grundlage für alle weiteren Entwicklungen. Die zweite Säule ist die vollständige Integration von KI in die gesamte Wertschöpfungskette — von der grundlegenden Forschung bis hin zur Produktion und Distribution.

Die dritte Säule beinhaltet ein eigenes ethisches Rahmenwerk, RAISE (Responsible AI at Sanofi for Everyone). Dieses gewährleistet, dass jede verwendete KI-Modelle nachverfolgbar, erklärbar und konform mit den strengsten Vorschriften sind. „Diese drei Säulen ermöglichen es uns, schnell und verantwortungsbewusst in der digitalen Transformation des Gesundheitssektors voranzuschreiten“, sagt Carreter.

Besonders die Integration von KI verleiht Sanofi die Möglichkeit, schneller und präziser zu arbeiten. „Wir nutzen generative KI, um neue Moleküle zu entwerfen, komplexe Immunantworten vorherzusagen und zu simulieren, wie sich ein Medikament in verschiedenen Patient:innenprofilen verhalten könnte“, erklärt Pérez. Letztendlich zielt der Einsatz von KI darauf ab, die Wissenschaft einen Schritt weiterzuführen und effektive, personalisierte und zugängliche Behandlungen für Patienten anzubieten.

Die Optimierung von Prozessen durch KI

Ein besonders innovatives Projekt bei Sanofi kombiniert KI mit prädiktiven Modellen in der Liefer- und Produktionskette. „Wir haben digitale Zwillinge und Maschinenlern-Algorithmen implementiert, um 80% der logistischen Störungen vorherzusehen und 65% deren Ursachen zu prognostizieren“, sagt Pérez. Dieses Vorgehen ermöglicht es dem Unternehmen, schneller zu reagieren und die Verfügbarkeit von Medikamenten zu gewährleisten.

Ein weiterer spannender Ansatz ist die Zusammenarbeit mit McLaren. Inspiriert von der Agilität und Präzision des Formel-1-Rennsports optimiert Sanofi nun die Umrüstzeiten an den Produktionslinien. Dies führt nicht nur zu Verbesserungen der wichtigen Kennzahlen, sondern auch zu einem kulturellen Wandel sowohl innerhalb der Teams als auch in den Prozessen.

Durch diese Dynamik entstehen Teams, die befähigt werden, smartere Prozesse zu implementieren. Die Fertigung lernt schnell und passt sich den Erfordernissen des Marktes an. Eine reibungslose Integration dieser Projekte erfordert zuverlässige Partnerschaften mit globalen Technologieanbietern, die dabei helfen, verantwortungsvolle KI-Lösungen zu entwickeln.

Kollaborationen und technische Partnerschaften

Die Migration zu Google Cloud hat Sanofi wesentlich bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur unterstützt. Dieser Schritt ermöglichte fortgeschrittene Analysen und die Bereitstellung von KI-Lösungen in großem Umfang. Darüber hinaus haben Kooperationen mit Firmen wie Aily Labs zur Entwicklung von „plai“ geführt, einer internen KI-App von Sanofi. Diese bietet Echtzeitanalysen und hypothetische Szenarien auf der Grundlage prädiktiver Modelle.

Diese Ansätze helfen den internen Teams dabei, besser vorbereitet zu sein und Entscheidungen schneller zu treffen. Zudem kooperiert Sanofi mit spezialisierten Anbietern wie Exscientia und BioMap, um die Entwicklung von Molekülen und biotherapeutischen Ansätzen voranzutreiben.

Die Innovationskraft Spaniens spielt dabei eine zentrale Rolle. Seit 2016 führt das Global Innovation Center von Sanofi internationale Innovations- und Transformationsprojekte durch und hat es sich zu einer strategischen Drehscheibe entwickelt. Der technologische Ökosystem in Barcelona fördert nicht nur Innovationen, sondern zieht auch internationale Projekte an.

Die Schaffung eines globalen Innovationszentrums

In diesem Jahr hat Sanofi mit der Schaffung eines globalen Hubs in Barcelona einen weiteren Schritt unternommen. Dieser soll mehr als 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Die Absicht hinter diesem neuen Zentrum ist es, die digitale Transformation von Europa aus voranzutreiben und einen tatsächlichen Einfluss auf die globale Gesundheit auszuüben.

Das neue Zentrum konzentriert sich auf strategische Projekte, die KI in der gesamten Wertschöpfungskette integrieren. Die Prioritäten liegen in der Generierung von realen Evidenzen, klinischen Analysen und der Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

„Unser Ziel ist es, schnellere, genauere und nachhaltig Lösungen für globale Gesundheitsbedürfnisse zu schaffen. Wir kombinieren Wissenschaft, Technologie und Daten, um die Medizin der Zukunft zu transformieren“, ergänzt Pérez.

Regulierung und ethische Herausforderungen der KI

Der 1. August markierte ein Jahr seit Inkrafttreten des EU-KI-Gesetzes. Dieses Regulierungsinstrument bietet notwendige rechtliche Sicherheit und schafft Vertrauen, besonders in Bereichen, in denen Nachverfolgbarkeit, Transparenz und Datenqualität unabdingbar sind. Die Innovationsgeschwindigkeit im Gesundheitssektor ist jedoch rasant, was klare regulatorische Rahmenbedingungen notwendig macht.

Die künftigen Richtlinien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie regulierte Testumgebungen sind entscheidend für die Validierung innovativer KI-Lösungen unter kontrollierten Bedingungen. Dabei betont Pérez die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Institutionen, dem privaten Sektor und Patient:innenorganisationen, um Europa als Vorreiter in der digitalen Transformation des Gesundheitswesens zu positionieren.

Eine der dringendsten Herausforderungen bleibt die Sicherstellung der Interoperabilität und sicheren Zugänglichkeit klinischer Daten. Ohne diese Voraussetzungen, so erklärt Carreter, kann weder die KI noch die personalisierte Medizin vorangetrieben werden. Eine kontinuierliche Investition in digitale Infrastruktur und die Ausbildung von Fachkräften sind unerlässlich, ebenso wie flexible Regulierungen, die den Innovationsprozess beschleunigen.

Schlussfolgerung: Der Weg in eine bessere Patient:innenversorgung

Sanofi zeigt, wie die Integration von Künstlicher Intelligenz und digitalen Technologien die Zukunft der Patient:innenversorgung revolutionieren kann. Durch gezielte Transformationen und Innovationsprojekte verbessert das Unternehmen nicht nur die Effizienz interner Prozesse, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass Patient:innen schneller und gezielter behandelt werden können.

Die Herausforderungen sind komplex, doch Sanofi demonstriert, dass ein evolutionärer Wandel möglich ist, wenn Technologie und menschliches Engagement Hand in Hand gehen. In der Gesundheitsversorgung sind Schnelligkeit, Innovation und vor allem eine patientenzentrierte Ausrichtung entscheidend.

Die nächsten Jahre werden zeigen, wie erfolgreich diese Transformation umgesetzt werden kann. Die Schaffung eines digitalen Ökosystems, das eine sichere und nachhaltige Versorgung ermöglicht, hat das Potenzial, globale Gesundheitsstandards neu zu definieren. Sanofi könnte somit nicht nur ein Vorbild für andere Unternehmen sein, sondern auch für eine Branche, die sich weiterentwickeln muss, um die Bedürfnisse der Patient:innen im Mittelpunkt zu halten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

1. Wie nutzt Sanofi KI in seiner Forschung?
Sanofi nutzt KI, um neue Moleküle zu entwerfen, Immunantworten vorherzusagen und das Verhalten von Medikamenten in verschiedenen Patient:innenprofilen zu simulieren.

2. Was ist der Digital Accelerator?
Der Digital Accelerator ist ein Programm bei Sanofi, das disruptive Technologien wie KI schnell und nachhaltig in allen Unternehmensbereichen implementiert.

3. Wie beeinflusst die KI die Patient:innenversorgung?
Die KI verkürzt die Zeit zwischen Entdeckung und Lieferung von Arzneimitteln um bis zu 50 % und verbessert die Erfolgsquote in den frühen Entwicklungsphasen um bis zu 30 %.

4. Welche Herausforderungen sieht Sanofi bei der Transformation?
Die größten Herausforderungen sind oft persönlicher Natur, wie der Übergang von siloartigem Denken zu vernetztem Arbeiten und der Wandel von linearen zu iterativen Prozessen.

5. Was sind die drei Säulen von Sanofis technologischer Strategie?
Die drei Säulen sind eine globale digitale Infrastruktur, die Integration von KI über die gesamte Wertschöpfungskette und ein ethisches Rahmenwerk für verantwortungsvolle KI.

6. Was sind digitale Zwillinge?
Digitale Zwillinge sind virtuelle Modelle, die mit realen Daten gefüttert werden und es ermöglichen, logistische Störungen vorherzusagen und Prozessoptimierungen vorzunehmen.

7. Wie hilft die Kooperation mit McLaren Sanofi?
Die Zusammenarbeit mit McLaren inspiriert Sanofi, Produktionsprozesse durch Präzision und Agilität zu optimieren.

8. Warum ist die EU KI-Verordnung wichtig?
Die EU KI-Verordnung schafft rechtliche Sicherheit und Vertrauen in KI-Anwendungen, was in sensiblen Bereichen wie der Gesundheitsversorgung entscheidend ist.

9. Welche Rolle spielt Barcelona für Sanofi?
Barcelona hat sich als strategische Drehscheibe für internationale Innovationen und Transformationsprojekte von Sanofi etabliert.

10. Wie kann Sanofi eine verantwortungsvolle KI nutzbringend einsetzen?
Durch die Implementierung von ethischen Rahmenwerken wie RAISE stellt Sanofi sicher, dass eingesetzte Modelle nachvollziehbar, erklärbar und regelkonform sind.

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